Berichte

Alte Schule soll zur KITA werden:

Redebeitrag von Katharina Schäfer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FWG und Mitglied im Ausschuss für Soziales und Partnerschaft in der Stadtverordnetenversammlung am 22.06.2020

für die Diskussion zum Thema möchte ich zu Beginn auf zwei unterschiedliche Dinge aufmerksam machen. Wir reden einmal über die finanziellen Belange, über die Kosten des Ganzen, und es ist wichtig, hier im Moment und in der aktuellen Lage besonnen zu handeln.  Und auf der anderen Seite über Kinder, Eltern und damit Bürger der Stadt Aßlar, die gut ausgestattete Kita Plätze brauchen.

 Bei aller Diskussion über die Finanzierung des Ganzen dürfen wir das Wohlergehen der Kinder nicht vergessen, und wir wollen keine Kinder dauerhaft in einer schlecht ausgestatteten Kita oder gar Containern unterbringen, (oder?).

Kitas sind aber nicht nur für die Kinder wichtig, Kitas sind ein Wirtschaftsfaktor. Da, wo es genügend Kita Plätze gibt, geht es der Wirtschaft besser:

„Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Rendite jedes Euros, der in die frühkindliche Bildung fließt, ist deutlich höher als die eines Euros, der in Schulen oder Universitäten investiert wird. Gute Kitas sind daher ein enormer Wirtschaftsfaktor – und eine kluge Investition“ (Zeit Online 13. Oktober 2017)

„Kinderbetreuung als Wirtschaftsfaktor sollte im Land Priorität und in den Kommunen Priorität haben.“ (IHK Frankfurt 10. Juni 2020).

Gerade wo wir durch Corona noch mehr darauf achten müssen, wofür wir unser städtisches Geld ausgeben, ist die Investition in Kitaplätze eine sehr vernünftige.

Beim Thema Finanzen sehe ich auch die hohen Förderungen durch das Land, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen. Wenn wir eine Kita auf die grüne Wiese stellen, zahlen wir alles selbst, wenn wir eine Kita in die Alte Schule bauen, erhalten wir 2,5 Millionen Förderung vom Land und Bund. 

Alle diejenigen die hier behaupten „das geht doch viel billiger!“ denen sei der Lokalteil der WNZ ans Herz gelegt, wo gerade in den letzten Wochen über Neubauten von Kitas und Krippen aus anderen Kommunen berichtet wird.

Braunfels_Phillipsstein: Neue Kita für 2,5 Millionen (3 Gruppen)

Sinn-Edingen: Neue Kita für 3,2 Millionen ( 4 Gruppen)

Für 1,5 Millionen baut hier niemand eine Kita

Nach den finanziellen Überlegungen kommen auch noch viele andere Argumente hinzu. Und die Frage, eignet sich die alte Schule dazu eine Kita zu werden?

In der vorgelegten Machbarkeitsstudie sehen wir deutlich das es wunderbar funktioniert. Große Gruppenräume, Funktionsräume, ein Atelier, ein spannendes Außengelände, viel Platz für Personal und Kinder. In pädagogischen Ansätzen der frühkindlichen Bildung wird oft im übertragenen Sinne vom „Raum als Erzieher“ gesprochen. Woran man sieht, wie wichtig Umgebung und gut ausgestattete Räumlichkeiten für die frühkindliche Bildung sind.

Die Idee, die Kinder mit einer Kita in der alten Schule in die Mitte der Stadt zu holen, ist aus städtebaulicher sowie aus pädagogischer Sicht sehr passend. Fußläufig sind viele Geschäfte, die Grundschule und vieles mehr zu erreichen. Direkt vor der Kita befindet sich eine Bushaltestelle, und die Kita selbst ist auch gut zu Fuß zu erreichen. Nach dem Motto „Kurze Beine-Kurze Wege“ Auch im Sinne einer inklusiven Bildung mit wohnortnahen Kitas ist das Gebäude der alten Schule und dessen Standort daher perfekt geeignet.   

siehe auch:

https://www.fwg-asslar.de/aktuelles/berichte/174/Kita+%E2%80%9EAlte+Schule%E2%80%9C+ist+auf+dem+Weg

https://www.fwg-asslar.de/aktuelles/berichte/171/Ein+Denkmal+f%C3%BCr+unsere+Kinder

https://www.fwg-asslar.de/aktuelles/berichte/170/%E2%80%9EJa%2C+aber%E2%80%9C+zur+Kita+in+der+Alten+Schule