STADT AßLAR UND KREIS ARBEITEN ZUSAMMEN
Aßlar (hp). Am Montagnachmittag wurde an der Grundschule Aßlar das neu gestaltete Außengelände offiziell in Betrieb genommen.Das 160 000 Euro teure Projekt wurde in einer Gemeinschaftsproduktion von Lahn-Dill-Kreis und Stadt Aßlar auf den Weg gebracht. Bauherr war der Förderverein der Grundschule. „Wir haben alle an einem Strang gezogen und es ist etwas sehr Gutes dabei herausgekommen“, so Bürgermeister Roland Esch, der zur Übergabe unter den Vertretern von Politik, Verwaltung, Schule, Elternbeirat, Betreuung und der beteiligten Firmen, besonders den 1. Kreisbeigeordneten Heinz Schreiber (Grüne) und die Leiterin der Bauabteilung des Kreises, Kerstin Weber, willkommen hieß. Esch erinnerte an die ersten beiden Bauabschnitte des Schulaußengeländes. Eltern halfen teilweise mit. Hier wurden insgesamt 101 000 Euro investiert, von denen der Förderverein 23 000 Euro übernahm und ein Zuschuss aus dem Programm „Soziale Stadt“ in Höhe von 78 000 Euro die Baumaßnahme ermöglichte.
Sanierung der Turnhalle lässt noch auf sich warten
Auch von den Kosten für den dritten Bauabschnitt übernimmt die „Soziale Stadt“ 60 Prozent – 96 000 Euro. Den Rest teilen sich Kreis und Stadt zur Hälfte. „Im Vorfeld wurden neben den Verantwortlichen des Lahn-Dill-Kreises sowie der Schulleitung auch die anliegenden Nutzer beziehungsweise Eigentümer in die Planungen einbezogen“, so Esch. Dies sind die evangelische Kirchengemeinde mit dem Gemeindehaus, der Spar- und Bauverein mit dem Dr.-Werner-Best-Haus sowie der Kinderhort Blauland der Stadt.
Es wurde die komplette Außenfläche zwischen Turnhalle und Gemeindehaus neu gestaltet. „Es sind zwar auf dem ehemaligen 'oberen Schulhof' einige Parkplätze weggefallen, doch der neue Durchgang zur Bachstraße erschließt die dortigen Stellplätze, die außerhalb der Schulzeit genutzt werden können“, erklärte Esch.
Neu sind der Zugang zum Hort, zwölf Parkplätze sowie Grün- und Spielflächen. Im Rahmen der Baumaßnahme, die von Oktober 2012 bis Mai 2013 dauerte, haben die Aßlarer Stadtwerke das Trink- und auch Abwassernetz erneuert.
„In den vergangenen beiden Jahren sind zwei neue Kinderhorte entstanden, wir feiern noch diese Woche für eine weiter Kita Richtfest. Der Kreis ist mit der Sanierung der Grundschule auch demnächst fertig, so dass nur noch die Turnhalle als verbesserungswürdiges Objekt übrigbleibt“, sagte Esch. „Wenn alles fertig ist, hat der Kreis 4,3 Millionen Euro investiert, da dieser Standort mit 400 Kindern in 18 Klassen – Tendenz steigend – zukunftssicher ist“, begründete Schreiber die Investition. Für die Sanierung der Turnhalle hatte er allerdings keine positive Nachricht: „Wir müssen die restlichen 330 Millionen Euro an Haushaltsmitteln für Schulgebäude strecken und dabei schon Kreise quadrieren, da heißt es Prioritäten setzen.“
Quelle: Wetzlarer Neue Zeitung, 11.10.2013