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FWG Aßlar: Unsere Geschichte

Nach dem Ende des Krieges stellten sich bei der ersten freien Kommunalwahl am 27. Januar 1946 in Aßlar und seinen heutigen Stadtteilen Bechlingen, Berghausen, Bermoll, Oberlemp und Werdorf Bürger mit den verschiedensten politischen Einstellungen in Gemeinschaftslisten für die Übernahme von Verantwortung zur Verfügung.
Schon bei dieser Wahl wurden Bürger in die Pflicht genommen, die dann in den folgenden Jahren immer wieder für die "Freie Wählergemeinschaft" kandidierten. Hier wäre an Otto Zipp, Heinrich und Friedrich Keiner, Heinrich Lotz, Heinrich Völkel, August Kaps und Fritz Rinker zu erinnern.

Um die Mitte der fünfziger Jahre kamen dann auch "junge Leute" wie Ernst Keiner und Erich Rink zur FWG, um für die damalige Gemeinde Aßlar kommunalpolitisch zu wirken. Ernst Keiner war bis zu seinem plötzlichen Tod unmittelbar vor der Kommunalwahl im März 1985 Fraktionsvorsitzender der FWG.

Die gebietliche Neugliederung brachte schon 1971 die freiwillige Eingliederung von Bechlingen, Berghausen, Bermoll und Oberlemp nach Aßlar.
Am 1.1.1977 folgte Werdorf. Auch in der neuen Großgemeinde, die 1978 den Status einer Stadt erhielt, war die FWG an der Gestaltung der Politik beteiligt, allerdings seit 1976 in einer Gemeinschaftsliste mit der FDP.
Diese Koalition wurde 1992 durch Mehrheitsbeschluss der FWG-Mitglieder beendet, und zur Kommunalwahl am 7. März 1993 trat die FWG als eigene, parteipolitisch völlig unabhängige Gruppe an. Sie errang auf Anhieb 25,2 Prozent der abgegebenen Stimmen und damit neun Sitze.
Die FDP konnte im Alleingang mit sechs Prozent und zwei Sitzen ins Parlament einziehen. Die großen Verlierer der Wahl waren die CDU mit 17.7 Prozent, sowie die SPD, die 40 Prozent der Stimmen errang und von ihren bisher 21 Sitzen nur noch 15 beibehalten konnte. Ein Wermutstropfen fiel in die Freude am Wahlabend durch die elf Prozent der NPD, die vier Vertreter entsenden konnte.
Aber immerhin: Die FWG war jetzt mit neun Köpfen die zweitstärkste Fraktion. Ihr Vorsitzender wurde Bernhard Rink. Den Vorsitz im Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss übernahm zunächst Roland Esch;
Nach dessen Wahl zum Bürgermeister im Jahr 1996 wurde Horst Wirbelauer sein Nachfolger. Erich Bocher wurde Erster Stadtrat und damit Vertreter des Bürgermeisters.

Einen besonderen Höhepunkt erlebte die FWG, als am 4. Februar 1996 im zweiten Wahlgang der Direktwahl ihr Kandidat Roland Esch mit 60 Prozent der abgegebenen Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt wurde. Damit war er nach 50 Jahren der erste Bürgermeister Aßlars, der nicht von der SPD gestellt wird.

Dass auf ihn in der Zeit knapper öffentlicher Mittel, hoher Arbeitslosigkeit und großer politischer Unsicherheit kein leichtes Amt wartete, war allen klar.
Klar war aber auch, dass ihm die FWG Aßlar ein verlässlicher Partner sein würde und man gemeinsam daran arbeiten werde, dass sich Kommunalpolitik an sachlicher Notwendigkeit und nicht an parteipolitischen Zwängen orientiert.

Mit diesen Vorgaben wurde die FWG Aßlar bei den Kommunalwahlen mehrfach stärkste Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, ein Status, den sie aufgrund des besseren Wahlergebnisses trotz Sitzgleichheit mit der SPD (jeweils 11 Sitze) zuletzt in der Kommunalwahl 2011 verteidigen konnte.

Bürgermeister Roland Esch wurde 2001, 2007 und zuletzt am 3.November 2013 von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Aßlar mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt.